U-Bahnhof Brudermühlstraße (U3)

Eröffnet: 28. Oktober 1989

Der U-Bahnhof Brudermühlstraße wurde zusammen mit dem darüber­­liegenden Bruder­mühl­tunnel des Mittleren Rings gebaut, weswegen er vergleichsweise tief im Grundwasser liegt. Er wurde vom U-Bahn-Referat zusammen mit dem Büro Brückner & Partner geplant.

Der am 24. Februar 1987 begonnene und in einer Kurve liegende U-Bahnhof liegt in Nord-Süd-Richtung unter der Thalkirchner Straße im Bereich deren Kreuzung mit der Bruder­mühl­straße.

Er ist mit hellen Materialien wie Granit, Edelstahl und Blechpaneelen gestaltet. Die Hinter­gleis­wände sind in lavendel­blau gehalten, über den Gleisen ist der Sichtbeton im selben lavendel­blauen Farbton gestrichen und verschwindet durch das Beleuchtungs­konzept aus dem Auge des Betrachters.

Der Decken­baldachin über dem Bahnsteig­bereich ist fast weiß und gibt dem Bahnhof ein helles und freundliches Aussehen. Der Bahnsteig­boden wird immer wieder von kreisförmigen Intarsien aus gelben und dunkelblauen Mosaik­fliesen unterbrochen, die Sitzgruppen und der Aufzug sind passend dazu angeordnet.

Im südlichen Teil des Bahnhofs kann die gesamte Bahnstei­gfläche überblickt werden, da hier auf Säulen verzichtet werden konnte. Hier befindet sich an der Hinter­­gleiswand von Gleis 1 zudem eine Kunst­skulptur aus Metallblech von Cosy Piero.

Der im mittleren Bahnsteigbereich befindliche Aufzug führt zum Sperreng­eschoss unter der Thalkirchner Straße sowie zur Oberfläche. Über Fest- und Fahrtreppen ist das Sperrengeschoss außerdem mit dem Bahnsteig sowie der Oberfläche verbunden. Am südlichen Ende des Bahnsteigs führt ein weiteres Sperren­geschoss südlich der Brudermühlstraße ebenfalls an die Oberfläche.

Zwischen den beiden Sperren­geschossen quert oberhalb des U-Bahnhofs der Bruder­mühl­tunnel des Mittleren Rings die U-Bahn-Trasse.

Ein alter Mühlstein im südlichen Sperrengeschoss erinnert an die Tradition als Mühlen­standort, ebenso knüpfen die Kreisformen auf dem Bahnsteig an diese Vergangenheit an. Der Legende nach gehörte die "Brudermühle" verfeindeten Brüdern, die sich erbitterte Fehden lieferten.
Der Bahnhof ist somit einer der wenigen U-Bahnhöfe Münchens, die die örtliche Geschichte und die Namens­herkunft zumindest andeutungs­weise in die Bahnhofs­gestaltung einbeziehen.

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